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05.10.2018
Wohnen am Spittweg: Pläne der GSG in der Kritik
CDU-Fraktionschef setzt sich für die Schaffung von Wohnraum für kinderreiche Familien ein
Der Vorsitzende der Oldenburger CDU-Ratsfraktion Olaf Klaukien kritisiert die Art und Weise der Kommunikation in Bezug auf die Bebauung am Spittweg. „Natürlich begrüßen wir, dass die GSG im Baugebiet Weißenmoor Wohnraum schaffen möchte“, sagte Klaukien am Donnerstag. Es sei aber noch lange nicht entschieden, welche Art von Wohnraum dort geschaffen werden solle. Dies haben SPD und CDU während der Beratung des Rahmenplans Weißenmoor/ Südbäkeniederung mehrfach deutlich gemacht.
Kann die GSG-Pläne für das Weißenmoor nicht nachvollziehen: Fraktionschef Olaf Klaukien

Klaukien betonte,  dass üblicherweise zunächst die Grundzüge der Planung im zuständigen Ausschuss für Stadtplanung und Bauen vorgestellt werden, bevor ein Bauleitverfahren eingeleitet wird. „Soweit sind wir aber noch nicht, die Grundzüge der Planung sind noch nicht im Ausschuss vorgestellt worden“, stellt Klaukien fest.

Zudem entscheide letztlich der Rat über das Bauleitverfahren. Vor diesem Hintergrund könne seine Fraktion nicht nachvollziehen, warum die GSG bereits mit konkreten Plänen an die Öffentlichkeit gegangen ist, welche den Bau von gehobenen Einfamilienhäusern im Weißenmoor vorsehen würden.

Auch inhaltlich wird die Begründung der GSG für das Vorhaben von Klaukien kritisiert: „Sicherlich brauchen wir auch im hochpreisigen Segment Wohnraum. Die Wertung der GSG ignoriert aber, dass es in Oldenburg vor allem einen Mangel an Wohnraum für kinderreiche Familien und einkommensschwache Personengruppen gibt“. Vor allem kinderreiche Familien würden in hohem Maße ins Umland abwandern, da es in der Stadt Oldenburg wenig entsprechenden Wohnraum gebe. Das Baugebiet Weißenmoor biete sich an, solche Angebote zu schaffen.

Insoweit Geschäftsführer Stefan Könner auf Finanzierungserforderlichkeiten auf Seiten der GSG verweist, überrascht diese Information. „Mir ist neu und nicht bekannt, dass die GSG bei der Konzentration ihres Geschäftes auf ihre Wurzeln im sozialen Wohnungsbau nicht mehr ausreichend finanziert ist“, stellt Klaukien fest. Dies werde die CDU-Fraktion im zuständigen Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen thematisieren.