CDU Fraktion Oldenburg

Flötenteichbad: Fehlentwicklung früh absehbar

Solaranlage und Geothermie liegen auf Eis – CDU-Fraktion fühlt sich bestätigt

Solardach, Erdwärme und eine schwimmende Photovoltaik-Anlage als Zugabe: Es sollte an nichts fehlen, um das neue Flötenteichbad zum ökologischen Vorzeigeprojekt in einem klimaneutralen Oldenburg zu machen. Doch auf die hochtrabenden Pläne folgte bekanntlich die kalte Dusche. Wie die Nordwest-Zeitung unter Berufung auf den aktuellen Planungsstand berichtet (Ausgabe 29. Januar 2026), liegen Solaranalage und Geothermie inzwischen auf Eis. Am Ende wird es wohl ein fossil betriebenes Blockheizkraftwerk richten müssen, damit das Bad überhaupt öffnet. 

Keine sonnigen Aussichten: Das Flötenteichbad bleibt vor allem in energetischer Hinsicht eine Großbaustelle.
Bild: CDU-Fraktion Keine sonnigen Aussichten: Das Flötenteichbad bleibt vor allem in energetischer Hinsicht eine Großbaustelle. Bild: CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion fühlt sich in ihrer Einschätzung bestätigt. „Oft genug haben wir vor der drohenden Fehlentwicklung gewarnt. Nur wollte die damalige grün-rote Ratsmehrheit einschließlich Oberbürgermeister nichts davon wissen“, blickt die Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann zurück: „Begründete Fragen und Einwände wurden als klimafeindliche Bedenkenträgerei abgekanzelt.“ 

Hauptursache für Pleiten, Pech und Pannen sind nach Ansicht der Christdemokraten grobe handwerkliche Fehler in der Planung. „Die Abstimmung mit dem zuständigen Landesamt über die nötige Umweltverträglichkeitsprüfung und das Planverfahren für die Erdwärmebohrung erfolgte zum Beispiel viel zu spät. Offenbar wurde das Problem lange unterschätzt“, kritisiert die umweltpolitische Sprecherin Barbara Woltmann. Die Verantwortung dafür auf die Bäderbetriebsgesellschaft zu schieben, sei völlig indiskutabel. „Bei einem hundertprozentigen Tochterunternehmen der Stadt, hätte man da genauer hinschauen, prüfen und kontrollieren müssen“, betont Woltmann. 

Letztlich laufen die Kosten aus dem Ruder und ein Eröffnungstermin ist selbst mit Fernglas nicht in Sicht, fasst der Fraktionsvorsitzende Christoph Baak die Lage zusammen: „Hier sind viele übermütig vom Startblock gesprungen und dann abgetaucht.“