Feindbild Einfamilienhaus – Grüne lehnen B-Plan ab
Mit ihrem Nein zum Bebauungsplan nördlich Eßkamp/östlich Südbäke haben die Grünen ihren Kampf gegen das Einfamilienhaus in Oldenburg einmal mehr zur Schau gestellt. „Bei allem Verständnis für klimaschonendes Bauen und sparsame Flächenversiegelung ist die kategorische Ablehnung das falsche Signal“, kritisierte Olaf Klaukien, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, nach intensiver Diskussion am Donnerstagabend.
Einfamilienhäuser haben ihre Berechtigung. Die CDU-Fraktion wird sich auch künftig für eine gemischte Wohnbebauung einsetzen. Symbolbild: Pixabay Gegen die Stimmen der Grünen hat der Bauausschuss den B-Plan jedoch mehrheitlich auf den Weg gebracht. Abschließend entscheidet der Rat am kommenden Montag. Nach jahrelanger Diskussion hat die Verwaltung einen guten und differenzierten Entwurf vorgelegt. Er beinhaltet laut Klaukien einen Mix verschiedener Gebäude- und Wohnformen, so dass die Begründung der Grünen verwundert: „Wir sehen hier ein weiteres Beispiel grüner Verbotspolitik. Statt den Bürgerinnen und Bürgern in einem gewissen Rahmen Wahlfreiheit zu gewähren, erklären sie das Einfamilienhaus – offenbar auch für künftige B-Plan-Verfahren – zum Feindbild.“
Auch die CDU-Fraktion hat keine Einwände gegen klimaschonendes Bauen. „Das Einfamilienhaus mit eigenem Garten und Grünflächen schließt das auch nicht aus“, betont der Fraktionsvorsitzende Christoph Baak: „Viele Menschen erfüllen sich damit den Wunsch von den eigenen vier Wänden, der oft auch als Altersvorsorge und finanzielle Absicherung dient.“
Der Bebauungsplan Eßkamp/Südbäke ist ein erster Schritt in der Umsetzung des Rahmenplans Weißenmoor. Die CDU ist erleichtert, dass es nun endlich losgeht. Ein wichtiges Bauvorhaben erhält somit grünes Licht – auch gegen die Bedenkenträger der Grünen.