CDU Fraktion Oldenburg

Kritik an fehlenden Hortplätzen

CDU-Fraktion fordert flexible Lösungen – Fragen im Jugendhilfeausschuss

Kritische Fragen zu fehlenden Hortplätzen an Oldenburger Grundschulen hat die CDU-Ratsfraktion für die Juni-Sitzung des Jugendhilfeausschusses (21.6.2023) formuliert. Wie die Nordwest-Zeitung in ihrer Ausgabe am 1. Juni 2023 berichtete, haben laut Verwaltung 81 Eltern eine Absage für einen Hortplatz, 110 für eine Schulkindbetreuungsgruppe erhalten. „Das ist eindeutig zu viel“, kritisiert die CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann.

Bereits während der Diskussion um die geänderte Reihenfolge des Ganztagsausbaus Anfang 2022 hat die CDU-Fraktion auf Ungereimtheiten in der Mittags- und Nachmittagsbetreuung hingewiesen. „Verwaltung und Ratsmehrheit sahen jedoch seinerzeit keinen Handlungsbedarf, der mit Blick auf die hohe Zahl an Absagen jedoch gegeben ist“, fordert Esther Niewerth-Baumann konkrete Angebote, um gemeinsam mit den zuständigen Trägern der Jugendhilfe flexibel auf den wachsenden Bedarf an den Schulen reagieren zu können.

Von den 28 Oldenburger Grundschulen bieten nach Angaben der Stadt derzeit 15 eine Ganztagsbetreuung an. Bei knapp der Hälfte steht die Umstellung somit noch aus. Laut Verwaltung wird aufgrund des „Transformationsprozesses“ nicht mehr in neue Hortplätze investiert. „Die Umstellung darf jedoch nicht zu Lasten der Eltern und Kinder gehen, die auf einen Betreuungsplatz am Nachmittag angewiesen sind“, betont CDU-Ratsfrau Annika Eickhoff.


Zudem weist die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion auf den nahenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 hin: „Wie soll der umgesetzt werden, wenn bis dahin weder alle Schulen auf Ganztag umgestellt haben noch genügend Hortplätze zur Verfügung stehen?“

Gerne hätte die CDU die Fragen am kommenden Dienstag, 6. Juni 2023, auch im Schulausschuss gestellt. Die Sitzung ist jedoch von der Verwaltung abgesagt worden.